Dienstag, 16. Dezember 2008

Zweites Kapitel: Johann Friedrich Blumenbach

Erstmals, eine Bemerkung. Ich weiss, dass ich jetzt gerade nicht ganz richtig zitiere, aber ich brauche wirklich länger hinsitzen und die deutschsprachigen Regeln anschauen, um die zu beherrschen, und das steht im Widerspruch zu meinem Wünsch, endlich weiter zu schreiben. Naja, hier das Resultat.


II.Johann Friedrich Blumenbach

Wer war dann dieser Johann Friedrich Blumenbach? Blumenbach ist am 11. Mai 1752 in Gotha geboren, wo sein Vater als Professor und Prorektor am Gymnasium arbeitete und wo er selber 1769 sein Gymnasiumstudium (Abitur?) abschloss. Er studierte Medizin zuerst in Jena, aber zog bald nach Göttingen, wo er seine Doktorarbeit schrieb. Die auf Latein verfasste De generis humani varietate nativa wurde 1776 veröffentlicht. Im selben Jahr wurde er Kurator der anthropologisch-ethnologischen Sammlungen und außerordentlicher Professor in Göttingen und 1778 ordentlicher Professor an der Universität. Er wurde auch Mitglied der Societät der Wissenschaften zu Göttingen 1776. Blumenbach blieb in Göttingen bis zu seinem Tod am 22. Januar 1840.1
Blumenbach "gilt als Begründer einer physichen Anthropologie, die sich auf anatomische und physiologische Mermale stützt, aber auch auf ethnologisch-kulturelle Zusammenhänge verweist."2 Der erarbeitete eine vergleichende Anatomie, die er in seinen Bücher Handbuch der Naturgeschichte, 1779/80, und Handbuch der vergleichende Anatomie, 1804, 1824. Diese Beiträge beeindruckten dem französichen Zoologen Georges Cuvier (1774-1829) so viel, dass er sich bei Napoleon erfolgreich dafür einsetzte, dass die Universitat Göttingen nicht während der Besatzung schloss.3
Blumenbachs andere Forschungsgebiete umfasst auch Entwicklungstheorien und Reiseberichten. Blumenbach interessierte sich für Embryonalentwicklung und Organgeneration, und er verwendete den Begriff „Bildungstrieb“, um seine Ideen zu beschreiben und erklären, wie in Über den Bildungsbetrieb und das Zeugungsgeschäft.
Anderseits interessierte er sich für Berichte aus Entdeckungsreisen und wertete die für nutzliche Information aus. Er sammelte Reiseberichte und erwarb „wertvolle Fundstücke der Cookschen Expedition und aus dem Nachlaß Reinhold Forsters“ für die ethnographische Sammlung in Göttingen. (Diese Sammlung spielt für Hans Plischke eine wichtige Rolle, welche später näher diskutiert wird.) Durch seine Vorlesungen an der Universität Göttingen erregte Blumenbach Interesse in seinen Studenten auf weitere Entdeckungsreisen.4 Sein eigener Zugang zu Reiseberichten wird durch eine Vorrede dokumentiert.5
Blumenbach war und ist aber vor allem für seine Rassentheorie bekannt. zwischen fünf Rassen der Menschheit, die er allerdings für gleichwertig hielt. Er meinte, dass alle Rassen aus einer Urrasse stammten, und deswegen wird Blumenbach als Monogenetiker bezeichnet. (Eine andere Theorie, die im 18. und 19. Jahrhundert Anhänger fand, war die der Polygenese. Die Polygenetiker glaubten, dass alle Menschen sich nicht aus einem sondern zwei oder mehr Stammen entwickelten. Diese Position wurde etwa von Voltaire und Christoph Meiners, u.a. vertreten.1) Er konkretisiert seine Position in Aussagen wie: „Folglich sehe ich auch nicht den mindesten Scheingrund, warum ich, naturhistorisch und philosopisch betractet, nur irgend bezweifeln dürfte, daß alle Völker aller bekannten Himmelsreiche zu einer und eben derselben Gattung (Species) gehören.“2
Blumenbach unterschied zwischen Rassen auf Grund Merkmale wie Schädelgestalt, Zähne, und Konstruktion. Diese Merkmale und seine Methoden werden in dem Werk Geschichte der Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers, 1786, ist wichtig, näher erleuchtet.3 Seine Sammlung von Schädeln war schon zu seiner Zeit besonders berühmt (und ist immer noch Teil der ethnologischen Sammlung an der Universität Göttingen?) und seine Lehre übten Einfluss auf der Entwicklung der Kraniometrie. Blumenbach schrieb auch Beyträge zur Naturgeschichte, 1806-1811, ein weiteres Werk, worin er seine Rasseneinteillungen detailliert.
Sein erstes und wichtigstes Werk war De generis humani varietate nativa. Weil diese Arbeit auf Lateinisch geschrieben wurde und in den ersten drei Editionen erschien, konnte am Anfang seiner Karriere von Rasse nicht der Rede sein. Blumenbach schrieb von varietates und gentes. Nicht einmal in der 1798 deutschen Übersetzung (Über die natürlichen Verschiedenheiten im Menschengeschlechte) kommt das Wort „Rasse“ vor. „Rasse“ als Begriff taucht erst in der fünften Ausgabe seiner Handbuch der Naturgeschichte in 1797 auf.4 Zuerst unterschied Blumenbach wie Immanuel Kant zwischen vier Menschenrassen,5 was er später auf fünf erweiterte. Die Ideen von Blumenbach unterscheiden sich von jenen Kants, der Blumenbach wohl beeinflusste, da Kant beschrieb nur vier Rassen. Die fünf Rassen nach Blumenbach sind die Kaukasische, die Mongolische, die Äthiopische, die Amerikanische, und die Malaiische.
.............wird fortgesetzt



2. Hartmann, Fritz. "Blumenbach, (Johann) Friedrich." DBE
3. Ibid.
4. Ibid.
5 Plischke, Hans. Johann Friedrich Blumenbachs Einfluß auf die Entdeckungsreisen seiner Zeit.
6 In Sammlung seltener und merkwürdiger Reisegeschichten. Erster Theil. Memmingen 1789. in Plischke, JFBs Einfluß. S. 75-78.
7 Obermair, Dietmar. Rassismus und Rassentheorien im deutschsprachigen Raum: von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus. Mag. Arbeit. 2000. S. 23.
8 Hartmann, F. "Blumenbach" DBE

Überlegungen zur Präsentation

Da ich mich heute endlich wieder in der Bibliothek finde, werde ich auch heute mehrere Beiträge verfassen. Aber nur kurz am Anfang wollte ich meine eigene Verunsicherung, wie es weiter geht. Irgendwie, als ich das Kapitel über Blogging und Foschungsjournale im Schreibe-Guide für Geschichte las, dachte ich irgendwie, wenn ich meine Fortschritte oder Ergebnisse auf das Blog schreibe, wird das langsam die Kapiteln einer Arbeit ähneln. Und da ich auch dachte, dass eine Art Arbeit bis 7. Jänner abgegeben werden musste, habe ich das alles ganz praktisch gefunden. Jetzt verstehe ich nicht mehr ganz, was ich endlich am 7. Jänner abgebe. Ich tendiere zu einem wissenschaftlichen Artikel, denn ich glaube, so ein Artikel würde Freund_innen von mir interessieren, die eine unanbhängige Zeitschrift publizieren. Aber natürlich um einen engen und informativen Artikel zu schreiben, muss ich viel mehr forschen und wissen, als was endlich drin steht. Also, ich nehme an, ich mache halt weiter und werde versuchen, möglichst grammatikalisch zu schreiben.

Ausserdem wollte ich noch ein paar Bemerkungen zu der Rezension schreiben. Ich habe mir gedacht, ein einschlägiges Buch zum Thema eher Sekundärliteratur sein. Aber da fand ich eher Artikeln und wenige "einschlägige Bücher", mindestens nicht in dem Zeitraum, als ich mit Lesen anfangen wollte. Auf jeden Fall bin auf eine Magisterarbeit gestolpert, was ich erst merkte, als ich sie schon in der Hand hatte. Klarerweise war die Entscheidung diese Magisterarbeit zu rezensieren nicht schlau, und das nicht nur, weil der Verfasser kein These hatte(!), Auf jeden Falls würde ich ein nächstes Mal anders herangehen.
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